auf ein Neues – alles Gute für 2019!

Auch zu diesem Jahresbeginn möchten wir noch einmal herzlich Danke sagen, für die gute Zusammenarbeit, Ihr Engagement und die tatkräftige Unterstützung.

Wir wünschen Ihnen liebe Naturfreunde, dass Sie auch weiterhin gesund und aktiv bleiben und in 2019 viele schöne und eindrucksvolle Naturerlebnisse haben werden.

Kopfbaum- & Gehölzpflegearbeiten in vollem Gange

Wie in jedem Winterhalbjahr laufen derzeit die Gehölzpflegearbeiten in den Naturschutzgebieten auf Hochtouren. Dazu zählt unter anderem der Schnitt schneitelwürdiger Kopfbäume.

diese mächtige, von Efeu umrankte Kopfbaumesche ist zwar altersbedingt auseinandergebrochen aber immer noch voll vital (und wie es aussieht, auch immer noch vom Eschentriebsterben verschont)

diese mächtige, von Efeu umrankte Kopfbaumesche ist zwar altersbedingt auseinandergebrochen aber immer noch voll vital (und wie es aussieht, auch immer noch vom Eschentriebsterben verschont)

Im Naturschutzgebiet „Lippeaue von Werne bis Heil“ sind beispielsweise bereits bis Mitte Dezember an die 60 Kopfbäume unter die Motorsäge gekommen. Im Nordwesten der Rieselfelder Werne, zwischen der Heckrindfläche Langern und dem Langerner Hufeisen sowie westlich des Freibades Heil war unser Pflegtrupp bereits im Einsatz. Die anhaltende Trockenheit erleichtere in diesem Jahr die Zuwegung, so dass das angefallene Schnittgut zeitnah (über die angrenzenden Grünlandflächen) abtransportiert werden konnte. Vereinzelt wurden Totholzhaufen in den Hecken/Säumen belassen – Unterschlupf oder Nahrung für unsere heimische Fauna.

bei diesen Kopfbäumen wurde die Hecke, in der die Bäume wachsen, mit auf den Stock gesetzt

bei diesen Kopfbäumen wurde die Hecke, in der die Bäume wachsen, mit auf den Stock gesetzt

Neben dem Schnitt der Kopfbäume sind in unmittelbarer Umgebung auch einzelne Hecken gepflegt worden. Nun dürfen die Bäume und Sträucher in den nächsten fünf bis zehn Jahren erst einmal wieder wachsen.

Gewässeranlagen und -entschlammungen in der Lippeaue

Im Rahmen des Projektes „Naturerlebnis Lippeaue zwischen Lünen und Werne“ der Naturfördergesellschaft des Kreises Unna werden derzeit in der Lippeaue südöstlich und südwestlich von Werne mehrere Kleingewässer auf Flächen der öffentlichen Hand neu angelegt bzw. entschlammt und erweitert.

Im Naturschutzgebiet „Lippeaue von Stockum bis Werne“ wurde bereits Anfang dieser Woche auf einer Wiese südlich des Auewaldes Mittlake ein Kleingewässer neu angelegt. Derzeit noch nicht für Besucher des Gebietes erlebbar, soll es im Laufe des Projektes die Möglichkeit geben, dieses Gewässer einsehen zu können. Wir bitten an dieser Stelle herzlich darum, sich an das Wegegebot im NSG zu halten und von einer Stippvisite abzusehen – schließlich soll das Gewässer in erster Linie unserer heimischen Flora & Fauna dienen.

Gewässer ohne Wasser? Keine Sorge!

Gewässer ohne Wasser? Keine Sorge!

Aufgrund des trockenen Sommers, ist der Wasserstand des neuen Gewässers derzeit noch sehr niedrig. Der tiefste Punkt von 2,5 m ist gerade einmal mit Wasser bespannt. Es wird aber damit gerechnet, dass das Wasser zukünftig mehr oder minder bei 1,5 m unter Flur anstehen wird.

Auf einer Weidefläche westlich der Zuwegung zum Freibad Heil im NSG „Lippeaue von Werne bis Heil“ wird gerade an der nächsten Kleingewässeranlage gearbeitet. Der Bagger hat die Baustelle gewechselt und modelliert derzeit die ersten Uferbereiche aus. Auch an diesem Gewässer wird es zukünftig einen Informationspunkt geben – voraussichtlich eine kleine Besucherplattform am Wegesrands. Von hier wird das neue Gewässer gut einsehbar sein.

Der Bagger arbeitet im vorher vermessenen und abgesteckten Bereich

Der Bagger arbeitet im vorher vermessenen und abgesteckten Bereich

Zuletzt sollen Mitte September zwei Kleingewässer auf einer Weidefläche unterhalb des Aussichtsturmes der Ökologiestation entschlammt und teilweise erweitert werden. Auf dieser wertvollen, stark reliefierten, alten Grünlandfläche muss der Baggerfahrer mit besonderem Fingerspitzengefühl ansetzen. Aber es wird sich lohnen – sowohl für Besucher (aus 200 m Entfernung), als auch für unsere heimischen Amphibien und Co (Kammmolchgewässer).

Möglicherweise ein Grund mehr für Sie mal wieder einen Ausflug zur Ökologiestation zu unternehmen. Die Baustelle wird gut vom Turm aus einsehbar sein.

Weißstorchnachwuchs in der Lippeaue – wer sagt`s denn!

In diesem Jahr sind in der Lippeaue bei Werne die ersten zwei Weißstörche im Kreis Unna seit Beginn der Aufzeichnungen flügge geworden. Endlich! Bereits ab 2014 gab es mehrere brütende Storchenpaare im NSG „Kiebitzwiese“ an der Ruhr, wie auch auf dem lippeauennahen Schlauchturm im Dorf Heil. Alle Versuche waren letztendlich ob der Unerfahrenheit der Störche (Eltern werden will gelernt sein) oder der schlechten Witterung geschuldet, nicht erfolgreich.

In den angrenzenden Kreisen und der kreisfreien Stadt Hamm, waren in der Vergangenheit bereits mehrere Paare erfolgreich. Im Stadtgebiet Hamm in der Lippeaue unmittelbar an der Unneraner Kreisgrenze – das wurmte natürlich. Obgleich wir uns selbstverständlich auch gefreut haben, dass wir mit Fröschen, Mäusen und anderer Nahrung, die in den angelegten Kleingewässern oder auf den zumeist extensiv genutzten Flächen unserer Naturschutzgebietskulisse kreucht & fleucht, dienen konnten.

Aber zurück zur Lippeaue bei Werne, wo bereits im vergangenen Jahr ein Storchenpaar auf einem alten Strommasten ein Nest gebaut hatte. Zu einer erfolgreichen Brut kam es 2017 allerdings nicht. In diesem Jahr wurde das Nest ausgebaut und mit Eiern bestückt. Von den mindestens drei geschlüpften Jungvögeln blieben am Ende zwei übrig. Beide noch nicht ausgefärbten Jungtiere fliegen seit ca. Mitte Juli aus, kehren aber ab und an noch zum Nest zurück. Auch die beiden Alttiere halten sich immer noch in Nestnähe auf.

Jungstörche auf Horst (03.07.2018, Foto: L. Lange)

Jungstörche auf Horst (03.07.2018, Foto: L. Lange)

Alle von der Naturfördergesellschaft für den Kreis Unna geförderten Nisthilfen ignorierend (Dach der Ökologiestation Kreis Unna, Gewässer am Aussichtsturm an der Ökologiestation, Blänke Disselkamp zwischen Ökologiestation und Dorf Heil, Schlauchturm im Dorf Heil – allesamt gut für jedermann einsehbar), suchten sie sich ein ruhiges Plätzchen in einem sensiblen und störungsempfindlichen Bereich in der Naturschutzgebietkulisse der Lippeaue. Zwar ist der Weißstorch nicht für seine menschenscheu bekannt, allerdings mögen es doch viele andere Arten in der Brut- und Setzzeit ruhig und störungsfrei. Zum Unglück aller Naturfreunde, steht der von den Störchen auserkorene Mast abseits gelegen, in großer Distanz zum nächsten Wanderweg und ohne die nötigen besucherlenkenden Vorrichtungen. Aus diesem Grunde haben wir die freudigen Neuigkeiten, die uns seit Anfang/Mitte April erreichten, möglichst wenig publik gemacht.

All denjenigen, die das Paar dennoch während der Brut- und Aufzuchtzeit entdeckt haben und sich aus der Ferne an Adebar und Co erfreut haben (Wegegebot im NSG), ein herzliches Dankeschön.

Sollten Sie zufällig mit großer Brennweite unterwegs gewesen sein und ein Foto der entsprechenden Ringnummer haben, wären wir für eine kurze Rückmeldung dankbar.

Wir hoffen, dass der Horst auch im nächsten Jahr besetzt sein wird. Wir drücken die Daumen.

Gehölzarbeiten nur noch bis zum 1. März

Die diesjährige Gehölzschnittsaison geht bald ihrem Ende entgegen und so laufen die letzten gehölzentfernenden bzw. gehölzpflegenden Maßnahmen unseres Pflegetrupps auf Hochtouren.

Derzeit werden zwei Röhrichtbestände am Umgehungsgerinne der Lippe von Gehölzen befreit. Das Schilfröhricht ist weitgehend gehölzfrei, nur einzelne Weiden und Erlen haben in dem dichten Bestand Wurzeln schlagen können. Hier ist der Pflegeaufwand relativ gering. Das nahegelegene Rohrkolbenröhricht ist da noch nicht so stabil. In dem noch recht jungen Pflanzenbestand (Breitblättriger Rohrkolben, Gewöhnlicher Gilbweiderich, Behaartes Weidenröschen, Wald-Simse und Co) sind die Gehölze immer noch sehr konkurrenzstark, insbesondere in den Randbereichen. Um den Lebensraum für Rohrammer oder Teichrohrsänger langfristig zu erhalten, werden diese nun entfernt.

die ersten Kätzchen zeigen sich im Sonnenschein – Hecken, Kopfbäume und Co, die bis Anfang März nicht geschnitten sind, dürfen wie dieses Weidengehölz z.B. als Bienenweide herhalten

die ersten Kätzchen zeigen sich im Sonnenschein – Hecken, Kopfbäume und Co, die bis Anfang März nicht geschnitten sind, dürfen wie dieses Weidengehölz z.B. als Bienenweide herhalten

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 Absatz 5 Satz 2) ist es verboten:

„Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen“

Obstbaumpflege im Bereich Waterhues

Im Naturschutzgebiet „Lippeaue von Werne bis Heil“ wurden in den vergangenen Tagen auf einer kleinen Weidefläche bei Waterhues 28 Obstbäume von den Kollegen vom Kreis gepflegt. Unser Pflegetrupp sorgte für die Entsorgung des Schnittmaterials. In erster Linie waren mittelalte bis alte Apfelbäume zu schneiden. Eine wichtige Maßnahme um die Lebensdauer der Bäume zu verlängern und vital zu halten. Es wurde höchste Zeit dazu.

Apfelbaum mit Höhle bei Waterhues - ein Steinkauz passt hier zwar nicht rein, aber vielleicht findet sich ja ein anderer Bewohner

Apfelbaum mit Höhle bei Waterhues – ein Steinkauz passt hier zwar nicht rein, aber vielleicht findet sich ja ein anderer Bewohner

Was lange währt …

wird endlich weggeräumt.

Im Naturschutzgebiet „Lippeaue von Werne bis Heil“ war es endlich möglich, die Gehölzschnitthaufen am Aussichtsturm an der Ökologiestation von der vegetationskundlich wertvollen Nassgrünlandfläche wegzuräumen. Der „starke“ Frost der letzten Tage sowie das schnelle Reagieren des Kreises (Flächeneigentümer) und eines Heiler Landwirtes (Pächter) machten es möglich.

zu nass für schweres Gerät

zu nass für schweres Gerät

Bodenfrost bot nun die Gelegenheit

Bodenfrost bot nun die Gelegenheit

Ende 2014 wurden aus Verkehrssicherungsgründen mehrere alte Hybridpappeln geschlagen, die in einer Reihe entlang der Terrassenoberkante stockten. Im Zuge dieser Arbeiten wurden mehrere Haufen des großdimensionierten Astgutes auf dem angrenzenden Grünland deponiert. Nicht sofort weggeräumt, machte das Hangdruckwasser aus der Böschung das Befahren dieses Bereiches mit schwerem Gerät in den vergangen Jahren unmöglich, so dass das Grünland nicht wie gewohnt in den Sommerhalbjahren vom Landwirt geschnitten werden konnte.

Nun ist eine Pflege des Bereiches wieder möglich.

Randsteifenpflege im NSG Beversee

Im Naturschutzgebiet “Beversee” werden von unserem Pflegetrupp dieser Tage Gehölze in den Säumen der Grünlandrandstreifen zurück geschnitten. Durch Eichenspaltpfähle gekennzeichnet und abgesteckt, liegen entlang der meisten Grünlandflächen des Gebietes bis zu zehn Meter breite Randstreifen, die den Übergang zu den angrenzenden Waldflächen markieren. Diese Bereiche unterliegen nicht der regelmäßigen Nutzung und sollen daher auch nicht vom Landwirt mitgemäht werden. Das erwünschte Ziel ist hier ein dynamischer Lebensraum, der Platz für blütenreiche Hochstauden, Altgras und auch für Gehölze lässt. Mit zunehmender Entwicklung/Sukzession nennt man das dann einen gestuften Waldmantel.

leuchtend orange - der Kaisermantel

leuchtend orange – der Kaisermantel

Arten, wie der Kaisermantel (eine in der Westfälischen Bucht stark gefährdete, spätfliegende Tagfalterart) sind beispielsweise auf solche Übergangsbereiche mit Brombeeren oder Blüten des Wasserdostes angewiesen.

nach und nach machen sich Grauweiden oder Schwarzerlen breit und groß

nach und nach machen sich Grauweiden oder Schwarzerlen breit und groß

Nur gänzlich zu Wald sollen sich diese Bereiche nicht entwickeln. Daher ist eine unregelmäßige Pflege geboten. In den Sommermonaten rücken wir hier auch punktuell der nicht heimischen Goldrute und dem Drüsigen Springkraut auf den Leib. In diesem Winterhalbjahr werden in Vereinbarung mit dem Flächeneigentümer, dem Regionalverband Ruhr, Teilanschnitte der Randstreifen westlich des Besucherparkplatzes von Gehölzen freigeschnitten.

Am Langerner Hufeisen „rollen die Köpfe“

Unser Pflegetrupp bei der Arbeit

Unser Pflegetrupp bei der Arbeit

 

Gut, die Köpfe bleiben schon noch dran, aber der Schopf zahlreicher Kopfbäume im Bereich des Langerner Hufeisens muss dieser Tage dran glauben.

Häckseln inklusive

Häckseln inklusive

Der Bereich um das Langerner Hufeisen im Naturschutzgebiet „Lippeaue von Werne bis Heil“ ist geprägt durch kleinparzellierte Wiesen, linienhafte Gehölzstrukturen und drei markante Altwasser der Lippe. Entlang dieser Altwasser, am Ufer der Lippe und in den Strauchhecken stocken eine Vielzahl an Kopfweiden und Kopfeschen, die es in diesem Winterhalbjahr wieder einmal zu pflegen gilt. Sobald die Bäume ihre Krone nicht mehr zu tragen vermögen, bedarf es eines Pflegeschnitts. So bleiben die Bäume gesund und können ihre Lebensraumfunktion für eine Vielzahl an anderen Tier- und Pflanzenarten auch zukünftig erfüllen.

Fertiges Endergebnis: Kopf ab!

Fertiges Endergebnis: Haare ab!

Auch die Hecken dieses Bereiches werden vom Pflegetrupp der Biologischen Station abschnittsweise gleich mitgeschnitten, zwei Kleingewässer im Nordosten von Gehölzen „befreit“.