Luftpost von Omar

deine Luftpost ist ganze 15,6 Kilometer zu uns geflogen und im Naturschutzgebiet „Lippeaue von Werne bis Heil“ gelandet. Das liegt zwischen Werne und Lünen. Vielen Dank für deine Wünsche, die sicher von Herzen kamen. Wir wünschen auch dir zukünftig gute Freunde, mit denen Du auf Entdeckungstour gehen kannst und gute (Bio-)Lehrer, die dich in deinem neuen Schuljahr begleiten werden.

(Tip auch für Deine neuen BiologielehrerInnen: bei uns auf der Ökologiestation gibt es das “Umweltzentrum Westfalen“, welches als außerschulischer Standort interessante Veranstaltungen für Schüler aller Schulformen und Altersklassen anbietet – schaut mal vorbei).

Die besten Wünsche sendet dir das Team von der Biologischen Station im Kreis Unna | Dortmund.

Dortmunder Vogelwelt: Alles über die Vögel Dortmunds in einem Buch

Es ist geschafft: zweieinhalb Jahre nach dem Start des Buchprojektes Dortmunder Vogelwelt liegt jetzt das Ergebnis vor: 321 nachgewiesene Vogelarten – vorgestellt in Text und Bild. Wissenswertes aus 100 Jahren zu Vorkommen, Verbreitung und Lebensräumen von Vögeln im Dortmunder Stadtgebiet. Dazu Beschreibungen von 22 spannenden Vogelbeobachtungsgebieten mit Hinweisen zu Erreichbarkeit und Vorschlägen zu Wanderrouten.

Für das Buch sind alle verfügbaren Informationen über die Vogelwelt Dortmunds der letzten rund 100 Jahre ausgewertet worden, von den ersten Veröffentlichungen um 1920 und der ersten Vogelliste 1934 über die Datensammlung der OAG Emscher-Lippe-Ruhr aus den 1950er und 1960er Jahren bis hin zu den aktuellen Beobachtungen bei ornitho.de. Allein dort finden sich aktuell fast 400.000 Einträge für unser Stadtgebiet. Insgesamt wurden schätzungsweise fast eine Million Meldungen gesichtet und analysiert, darunter die Tagebücher der verstorbenen Reinhold Neugebauer und Helmut Bunkus, die beide seit den 1960er Jahren über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren ihre Beobachtungen akribisch notiert haben. Damit werden nicht nur die Angaben des 2003 erschienenen und längst vergriffenen „Dortmunder Brutvogelatlas“ aktualisiert, sondern auch Durchzügler, Wintergäste und Seltenheiten beschrieben, fast immer ergänzt mit Fotos von Dortmunder NaturfotografInnen. Die Darstellung der einzelnen Arten mit ihrem Vorkommen, der Brut- und jahreszeitlichen Verbreitung, ihrer Bestandsentwicklung, Gefährdung und ihrem Schutz werden illustriert durch zahlreiche Verbreitungskarten und Durchzugsdiagramme. Damit wird das Buch zur Fundgrube für alle VogelfreundInnen, von GelegenheitsbeobachterInnen am Futterhaus im Garten über Birder bis zu hauptamtlichen NaturschützerInnen.

Hauptautoren sind Erich Kretzschmar und Benjamin Hamann-Tauber, unter der Mitarbeit von Guido Bennen, Dagmar Uttich, Robin Kretzschmar und Reinhold Neugebauer† und mit Beiträgen von Ralf Bergmann, Heinrich Blana, Bernd Gregarek, Günter Hennemann, Jan Hohmann, Peter Klausmeier, Wolfhard Koth-Hohmann, Peter Krech, Rolf Ohde, Dorothee Scharping-Hammad und Anna Stambulachis. Mehr als 30 FotografInnen lieferten ihre besten Bilder, von denen die meisten in Dortmund aufgenommen wurden.

Eine Besonderheit ist ein Kapitel mit Gebietsbeschreibungen, in dem 22 interessante Vogelbeobachtungsgebiete in Wort, Bild und Karte vorgestellt werden. Vom Groppenbruch im Norden bis zum Ruhrlauf im Süden und vom Dellwiger Bachtal im Westen bis zum Pleckenbrinksee im Osten wird das Stadtgebiet abgedeckt. Für jedes Gebiet werden die wichtigsten Lebensräume und die interessantesten Vogelarten beschrieben. Eine auch in einer Karte dargestellte Wanderroute führt die BesucherInnen zu den besten Beobachtungspunkten im Gebiet.

Das Buch umfasst stolze 448 Seiten, kostet 24,90 €, erscheint am 18.12. 2019 und ist beim NABU Dortmund und in vielen Dortmunder Buchhandlungen erhältlich.

20.09.2019: Klimaschutz in Dortmund

Um die Natur nicht nur durch unsere aktiven Erhaltungsmaßnahmen zu schützen, sondern auch weiterhin für den Erhalt der Erde einzustehen, wie wir sie kennen, waren Robert (links) und Tillman (rechts) mit ungefähr 12.000 weiteren Teilnehmern auf der Fridays for Future Demonstration in der Dortmunder Innenstadt. Durch lautstarke Proteste und eine Menschenkette um die Innenstadt wurde die Meinung kundgetan.

Aktuelles vom Kiebitzschutz

Auch in diesem Frühjahr stand bei der Biologischen Station der Schutz der stark gefährdeten Kiebitze – in bewährter Zusammenarbeit mit der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Kreis Unna (www.oagkreisunna.de) und der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Hamm (www.oaghamm.de) – wieder ganz oben auf der Agenda.
Dazu wurden am ersten Aprilwochenende synchron die brütenden oder balzenden Kiebitze kartiert. Erwartungsgemäß wurden wiederum weniger Brutpaare als in den Vorjahren festgestellt. Die vorläufigen, unkorrigierten Ergebnisse der Kiebitzkartierung im Kreis Unna können auf der Homepage der OAG Kreis Unna eingesehen werden. Demnach konnten insgesamt 95 Brutpaare (2018: 108) festgestellt werden, in Hamm waren es 71 Brutpaare (2018: 74).

Aufgabe und Ziel der Biologischen Station ist der flächenhafte Schutz der Kiebitze durch die Einwerbung geeigneter Flächen im Rahmen von Schutzprogrammen. Dies dient nicht nur dem Kiebitz, sondern gleichzeitig der gesamten Feldvogelzönose und trägt insgesamt zu einer Biodiversitätssteigerung in der Agrarlandschaft bei.

Brütender Kiebitz; Foto Bernhard Glüer

Brütender Kiebitz; Foto Bernhard Glüer

Auch 2019 konnte wieder das 1-jährige Sofortmaßnahmenpaket „Feldvogelinsel im Acker“ angeboten werden. Voraussetzung sind mind. 3 Feldvogelbrutpaare pro bewirtschafteter Ackerfläche. Im Rahmen dieses Paketes wird ein 0,5-1,0 ha großer Teilbereich innerhalb der Ackerfläche markiert und spätestens vom 01.04. bis zur Ernte der angrenzenden Hauptfrucht nicht bewirtschaftet. Auf der übrigen Fläche sind ggf. vorhandene Nester zu markieren und somit vor Bearbeitungsverlusten zu bewahren. Geschlüpfte Küken können dann in der Feldvogelinsel Deckung und Nahrung finden.

Im 5-jährigen Vetragsnaturschutz, der über die Kulturlandschaftsprogramme der Kreise organisiert ist, können auf bekannten Brutflächen mit dem jeweiligen Bewirtschafter im Voraus Verträge über ein 5-jähriges Bewirtschaftungspaket abgeschlossen werden. Diese Pakete beinhalten entweder bearbeitungsfreie Schonzeiten auf Maisäckern, eine kiebitzgerechte Einsaat von Ackerflächen oder die Anlage von Ackerbrachen durch Selbstbegrünung. Einen wirksamen Schutz der bevorzugt auf offenen Ackerböden brütenden Kiebitze bieten vor allem die 5-jährigen Brachen im Vertragsnaturschutz. Diese sogenannten Schwarzbrachen werden jeweils im Winterhalbjahr umgebrochen und danach der Selbstbegrünung überlassen. So finden die aufwachsenden Kiebitze bis zu ihrem Fortzug im Sommer einen geeigneten Lebensraum.

Falls alle Vertragsangebote aus unterschiedlichen Gründen nicht angewandt werden können, besteht noch die Möglichkeit, die Kiebitzgelege in einigem Abstand zum Bodennest mit Markierungsstäben kenntlich zu machen. Damit können diese bei den landwirtschaftlichen Bearbeitungsgängen ausgespart werden. Auf bereits bewachsenen oder sehr großen Flächen ist diese Markierung oft sehr zeitaufwändig. Der Aufwuchserfolg der Küken bei markierten Gelegen ist nachgewiesenermaßen fast ebenso gering wie der bei nicht markierten Gelegen, wenn nach dem Schlupf keine insektenreiche Vegetation zur Deckung und Nahrung zur Verfügung steht. Auf den großen, blanken Ackerflächen werden die Küken trotz erbitterter Verteidigung durch die Elterntiere zudem oft Opfer ihrer zahlreichen Fressfeinde aus der Luft oder am Boden. Die oft am Schicksal „ihrer“ Kiebitze Anteil nehmenden Landwirte berichteten auch von weiteren Gefahren wie z.B. durch Hunde.

markiertes Kiebitzgelege

markiertes Kiebitzgelege

 

In diesem warmen Frühjahr wurden die Bewirtschafter der Kiebitzbrutflächen wieder im Wettlauf gegen die anstehenden Feldbearbeitungen angesprochen. Der Kiebitzschutz durch das Bereitstellen geeigneter Teilflächen wurde jedoch nur von einer kleinen Anzahl von Landwirten akzeptiert, da meistens der Druck zur Gülleausbringung, andere Sachzwänge oder individuelle Vorbehalte die Flexibilität der Bewirtschafter einschränken.

Bilanz 2019:

So konnten in den Bereichen Kreis Unna und Hamm insgesamt nur drei Landwirte mit zusammen 11 Brutpaaren auf rund 4,7 ha Ackerflächen in das 1-jährige Schutzprogramm mit einer der Selbstbegrünung überlassenen Brache („Feldvogelinsel“) eingeworben werden.

Acht Landwirte mit insgesamt 20 Brutpaaren stimmten alternativ einer Markierung der Gelege zu, um diese bei den folgenden Arbeitsschritten zu schonen. Ein Landwirt markierte eigeninitiativ vier Gelege auf drei verschiedenen Flächen.

Im Kreis Unna und im Stadtgebiet Hamm befinden sich darüber hinaus aktuell 17 Ackerflächen mit insgesamt 33 Hektar im 5-jährigen Bracheprogramm des Vertragsnaturschutzes, die nicht nur den Feldvögeln dienen, sondern auch einer Vielzahl von Insekten, die auf heimischen Wildkräutern leben.

 

Ein neues Fahrzeug für die Naturschutzgebietsbetreuung im Kreis Unna

Große Freude herrscht in diesen Tagen bei den Kolleginnen und Kollegen, die die Naturschutzgebiete zwischen Selm und Schwerte im Kreis Unna betreuen. Eine großzügige Spende der Sparkasse UnnaKamen ermöglichte den Austausch unseres 17 Jahre alten Opel Corsa gegen einen gebrauchten VW-Caddy. Nun gibt es auch keine Platzprobleme mehr, aufwendiges Equipement zu transportieren. Ein herzliches Dankeschön an die Sparkasse UnnaKamen!schoko-caddy

Einblicke in die Lippeaue

DSCN1295_kleinIm Rahmen ihrer Ausbildung und zur Vorbereitung auf die “Jägerprüfung” müssen angehende “Jungjäger” auch Kenntnisse zu Naturschutz und Ökologie erwerben. Einen Einblick in die komplexe Thematik konnten Mitarbeiterinnen der Biologischen Station am 23. Februar am Beispiel der Lippeaue geben. Im Umfeld der Ökologiestation wurde auch der Aussichtsturm für einen instruktiven Blick auf Lebensweise und Schutzwürdigkeit von Arten und Lebensräumen genutzt.

 

Ein König sucht sein Reich….

… und bekommt es! Seit Jahren schon engagieren sich die NABU Mitglieder intensivst um den Schutz des Laubfrosches, u.a. auch im Rahmen des gleichnamigen Projektes.

Mühevolle Handarbeit - Pflege eines Laubfroschgewässers

Mühevolle Handarbeit – Pflege eines Laubfroschgewässers

Das Naturschutzgebiet Hemmerder Wiesen beherbergt ein für den Kreis Unna bedeutendes Laubfroschvorkommen. Die an den Laichgewässern dicht aufwachsenden Weiden müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden um eine Beschattung zu verhindern.  So wurde auch am 16.2.19 in Zusammenarbeit mit NABU-Mitgliedern ein Tümpel gepflegt, so dass die Laubfrösche weiterhin einen besonnten Lebensraum haben. Saisonal und mundartlich aufgefangen kann es nun heißen: “de Prinz kütt”.

 

Bundesverdienstkreuz für herausragendes ehrenamtliches Engagement

24.06.2016  Bundesverdienstkreuz für herausragendes ehrenamtliches Engagement im Natur- und Artenschutz sowie auf dem Gebiet der Umweltbildung verliehen

In dieser Woche wurde drei seit Jahrzehnten im Natur- und Artenschutz sowie auf dem Gebiet der Umweltbildung im Kreis Unna ehrenamtlich engagierten Persönlichkeiten – Irmgard Devrient, Reinhard Wohlgemuth und Dieter Ackermann – in Anerkennung und zum Dank von Landrat Makiolla in Vertretung des Bundespräsidenten im Spiegelsaal des Hauses Opherdicke in Holzwickede das Bundesverdienstkreuz verliehen.I+R_kl_2

Liebe Irmgard, lieber Reinhard, lieber Dieter die Biologische Station sagt Euch ganz herzlichen Glückwunsch zu diesem großen, gebührenden Ereignis und dankt Euch ebenso herzlichen für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit über all die langen Jahre!

Irmgard Devrient und Reinhard Wohlgemuth entdeckten Mitte der 1980er Jahre ihre gemeinsame Leidenschaft für die Natur. Von Hause aus Innenarchitektin und Dachdecker eigneten sie sich als Autodidakten im Laufe der Zeit ein umfangreiches, tiefgehendes Fachwissen insbesondere auf dem Gebiet der Fledermauskunde an. Mittlerweile sind beide weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus als Spezialisten auf diesem Gebiet gefragt. Ihre sorgfältig durchgeführten Langzeitstudien im Rahmen von Kartierungs- und Beringungsarbeiten (Vogel- und Fledermauskastenkontrolle) sowie der Pflege und Aufzucht trugen und tragen zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und methodischen Verbesserungen hinsichtlich dieser Tiergruppe bei. Neben ihrem fachlichen Engagement verstehen es die beiden jedoch auch, im Rahmen von Vorträgen, Besuchen in Kindergärten und Schulen sowie der Beratung bei Haussanierungsarbeiten andere Menschen und insbesondere Kinder und Jugendliche für den Fledermausschutz zu begeistern.

I+R_klReinhard Wohlgemuth führt als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland zudem seit vielen Jahren ein Beringungsprogramm an Dohlen und Turmfalken durch, was gleichzeitig mit der Einrichtung von neuen Brutmöglichkeiten für diese Vögel verbunden ist. Beide beteiligen sich an diversen Erfassungsprogrammen wie den Zählungen der Saatkrähen im Kreis Unna, der Wasservogelzählung auf der Ruhr in Schwerte sowie der landesweiten Kormoranerfassung.

Auch in Naturschutzverbänden sind beide engagiert. Viele Jahre lang haben sie in der Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz Schwerte (AGON) sowie im Naturschutzbund (NABU), tatkräftig mitgewirkt. Irmgard Devrient war von 1991 bis 2003 stellvertretende Vorsitzende des NABU-Kreisverbandes Unna. Sie war zeitweise auch Mitglied im Landschaftsbeirat bei der Bezirksregierung Arnsberg sowie stellvertretendes Mitglied im Landschaftsbeirat des Kreises Unna.

In besonderer Weise zeichnet sich dabei all ihr ehrenamtliches Tun aus durch warmherziges Auftreten, Selbstlosigkeit, Bescheidenheit, Hingabe und vorbildliches Engagement.

D_kl_2Dieter Ackermann, studierter Maschinenbauingenieur, gründete 1979 die Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz Schwerte (AGON), der er bis Ende 2014 vorstand. In dieser Zeit hat er mit seiner menschenfreundlichen und offenen Art diese zu einer richtungsweisenden und einer der aktivsten Naturschutzgruppen im Kreis Unna geformt sowie den Natur- und Artenschutz im Kreis Unna und vor allem im Raum Schwerte gestaltet und geprägt. In zahllosen Vorträgen und auf seinen Exkursionen verstand es der Naturphotograph Dieter Ackermann immer wieder aufs Neue, die Menschen über die Besonderheiten und Schönheit der Natur für den Naturschutz zu begeistern.

Die AGON kartiert seit Jahrzehnten flächendeckend den Brutbestand und die Fortpflanzungsraten der heimischen Greifvögel auf dem Messtischblatt Schwerte. Nicht zuletzt aufgrund dieser auch im Landesmaßstab herausragenden Kartierungstradition trifft sich die AG Greifvögel der Nordrhein-Westfälischen Ornithologen-Gesellschaft seit langen Jahren in Schwerte zu ihrem jährlichen Berichtstag. Dieter Ackermann war zudem maßgeblich an der Datenauswertung und Veröffentlichung der landesweiten Erfassungsergebnisse zum Mäusebussard durch die AG Greifvögel beteiligt.

Neben den Greifvögeln werden im Raum Schwerte darüber hinaus fast sämtliche hier relevante Rote-Liste-Vogelarten kartiert und teilweise durch besondere Schutzprogramme gefördert. Daneben werden zahlreiche Arten aus der Gruppe der Säugetiere, der Amphibien, der Insekten sowie der Pflanzen- und Pilzwelt aufgrund der Initiative Dieter Ackermanns jährlich erfasst.

Eine Besonderheit stellt die vom Ehepaar Ackermann langjährig betriebene Zählung D_kl_1des Kranichzuges dar: Sämtliche über das Gebiet des Messtischblattes Schwerte ziehende Kranichzüge werden seit Jahren gezählt und elektronisch gespeichert. Telefonische Meldungen oder Emails werden akribisch in die eigenen Beobachtungen eingefügt und haben inzwischen eine umfangreiche Analyse des Zuges dieser Vogelart im heimischen Raum auch im Hinblick auf die Veränderungen durch den Klimawandel ermöglicht.

Der von Dieter Ackermann gestaltete Internetauftritt der AGON Schwerte (www.agon-schwerte.de) war der erste eines Naturschutzverbandes im Kreis Unna – und einer der ersten in NRW überhaupt. Zu einer Zeit, als dies noch unüblich war, sammelten Dieter Ackermann und seine Frau Ursula über diese Internetpräsenz bereits etliche Beobachtungsdaten für die wissenschaftliche Auswertung.

Ausdruck seiner naturschutzfachlichen Kompetenz ist der von ihm von 1989 bis 2014 wahrgenommene Sitz im Beirat bei der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Unna, dem er von 2005 bis 2009 vorstand. Jahrelang unterstützte er den Kreisverband des Naturschutzbundes als stellvertretender Vorsitzender.

Zur Laufkäferfauna ausgewählter Flussuferabschnitte des NSG “Lippeaue Selm”

In den Jahren 2013 und 2014 wurden von dem Entomologen Karsten Hannig aus Waltrop umfangreiche Untersuchungen zum Vorkommen verschiedener Insektengruppen an ausgewählten Lippeuferabsschnitten im Naturschutzgebiet “Lippeaue Selm” angestellt. Die Essenz dieser privaten Forschungsarbeit wurde 2015 in Band 80 der Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde, Münster, publiziert.

Zur Laufkäferfauna ausgewählter Flussuferabschnitte des NSG "Lippeaue Selm"

Zur Laufkäferfauna ausgewählter Flussuferabschnitte des NSG “Lippeaue Selm”

 

Zum Einsatz kamen unterschiedliche Felderfassungsmethoden (z.B. Boden- und Lichtfallen, Handaufsammlungen…) an repräsentativen Abschnitten. Zum einen wurden stukturärmere Uferpartien als Referenzflächen beprobt, und zum anderen vergleichend Abschnitte untersucht, die 2011 durch den Lippeverband naturnah umgestaltet wurden.

Ein Schwerpunkt der Arbeit lag auf der Erfassung von Laufkäfern (Coleoptera, Carabidae). Allein aus dieser Insektengruppe wurden fast 10.000 Tiere an den Probestellen erfasst und 138 Arten determiniert.

Erhebliche Unterschiede zeigt das Arteninventar von renaturierten zu den strukturärmeren Uferabschnitten auf. Die höhere standörtliche Diversität ersterer schafft Einnischungsmöglichkeiten für 126 ! Arten. Die älteren, zwar teilweise in der Vergangenheit ebenfalls entfesselten Referenzuferabschnitte, weisen eine deutlich geringe standörtliche Vielfalt auf. Demzufolge kommen dort “nur” 92 Carabidenarten vor. Ausgewiesene Spezialisten von Fließgewässern, die eben auf die standörtliche Dynamik einer Auenlandschaft angewiesen sind, haben ihren deutlichen Verbreitungsschwerpunkt weiterlesen

Alles Gute für 2016

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Das Team der Biologischen Station wünscht allen Naturfreunden einen guten Start in das neue Jahr und sagt Danke für die gute Zusammenarbeit, Ihr Engagement und die tatkräftige Unterstützung.

Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen eindrucksvolle Naturerlebnisse, Gesundheit und Glück!